Pin It

Für einen unkonventionellen Weg der Fachkräftesicherung öffnete die Mitteldeutsche Braunkohlegesellschaft mbH am 07.11.2017 ihre Tore: Im Rahmen des Projektes „quer denken“ besuchten Geistes- und SozialwissenschaftlerInnen der Universität Leipzig das Unternehmen im Tagebau Vereinigtes Schleenhain, um in einen offenen Dialog zu treten, gegenseitige Potenziale und gemeinsame Perspektiven zu erschließen. Das Projekt leistet im Rahmen der Fachkräfterichtlinie des Sächsischen Staatsministeri-ums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA) einen Beitrag zur Fachkräftesicherung in der Region.

Ziel der Veranstaltung am 07.11.2017 im Tagebau Vereinigtes Schleenhein war es, sieben Geistes- und SozialwissenschaftlerInnen der Universität Leipzig aus den Fachrichtungen Germanistik und Kulturwissenschaften und die MIBRAG füreinander zu sensibilisieren und gegenseitige Potenziale zu erschließen. Dazu fand neben einer Befahrung des Tagebauge-ländes Vereinigtes Schleenhain eine Gesprächsrunde im Besucherzentrum statt.

Während der Tour durch das Tagebaugelände Vereinigtes Schleenhain kamen die Studie-renden mit den Mitarbeitenden der MIBRAG über den Bergbau und die Wiedernutzbarma-chung des Geländes ins Gespräch. Im Anschluss gab Steffen Redlich, Mitarbeiter der strate-gischen Personalentwicklung und Leiter der Veranstaltung, eine Unternehmenseinführung. Als Testimonial berichtete Linda Rohrig, selbst Sozialwissenschaftlern und in der internen Kommunikation der MIBRAG tätig, von ihrem Weg in die Wirtschaft. Im Mittelpunkt der daran anschließenden Gesprächsrunde standen mögliche Arbeitsfelder für Geistes- und Sozialwis-senschaftlerInnen im Unternehmen, dafür benötigte Kompetenzen sowie das Junior-Ma-nagement-Programm. Es entstand ein lebhafter Dialog mit spannenden Einblicken in die Strukturen des Unternehmens
Das Resümee der Veranstaltung fällt auf beiden Seiten sehr positiv aus: „Ich habe die Stu-dierenden der Geistes- und Sozialwissenschaften als sehr aufgeschlossen und breit interes-siert erlebt. Sie haben viele kritische Fragen gestellt, die zum Nachdenken und Diskutieren einladen. Ich kann alle Studierenden nur darin ermutigen, sich zu bewerben und auszupro-bieren“, sagt Steffen Redlich, Mitarbeiter der strategischen Personalentwicklung der MI-BRAG und Leiter der Veranstaltung. Aber auch die Studierenden sind begeistert: „Ich habe festgestellt, dass ich einige Vorurteile über den Bergbau habe, die falsch sind. Es war sehr interessant kennenzulernen, was das Unternehmen ausmacht, persönliche Gespräche zu führen und Fragen zu stellen. Alle waren sehr offen, das hat mir gefallen“, beschreibt Anne-Kathrin, die Germanistik (M.A.) studiert.

Die gemeinschaftliche Initiative „quer denken“ der Wirtschaftsförderungen der Landkreise Leipzig und Nordsachsen, des Career Services der Universität Leipzig und der ZAROF. GmbH leistet einen Beitrag zur akademischen Fachkräftesicherung in der Region. Die Maß-nahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.

Weiterführende Informationen finden Sie unter: http://wirdenkenquer.jimdo.com.

Beliebteste Angebote

Ausbildungsplätze