Nach Ausbildung oder Studium kommen die Bewerbung und die erste Zeit im Job

481.000 Frauen und Männer absolvierten laut statistischem Bundesamt 2015 erfolgreich ein Studium. 460.000 traten zu einer Abschlussprüfung in einem Ausbildungsberuf an. Nach ihrem Prüfungserfolg eröffnen sich ihnen allen die lang erhofften Zukunftsperspektiven. Wie schnell der erste Arbeitsplatz gefunden ist, hängt zum einen von den persönlichen Leistungen, zum anderen von der Branche und dem Beruf beziehungsweise dem Studienfach ab. Doch jeder kann seine Chancen verbessern. Zum Beispiel mithilfe eines Bewerbungstrainings, bei dem man seine Stärken und Softskills herausarbeitet und seine Unterlagen optimal gestaltet.

Nordsachsen. Die Region Delitzsch hat dafür gesogt, dass die Zahl der Arbeitsplätze im Landkreis gestiegen ist. Treiber ist die Logistikbranche. Das geht aus den Statistiken der Agentur für Arbeit hervor. Die zählte zum 30. Juni 2016 – dem Stichtag, zu dem dieser Tage die Auswertungen vorgelegt wurden – 71 244 sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze innerhalb der Landkreisgrenzen. 766 mehr als ein Jahr zuvor. Der Anteil der Einpendler aus einem anderen Landkreis liegt in Nordsachsen bei rund 39 Prozent. Allein aus der Stadt Leipzig pendeln rund 11 000 Arbeitnehmer hierher, Tendenz weiter steigend. In der Gegenrichtung pendeln übrigens fast 18 000 Nordsachsen in die Messestadt zur Arbeit. Auch hier zeigt der Trend deutlich nach oben.

Bewerbungsflyer sind doof

Aus aktuellem Anlass möchte ich an dieser Stelle verkünden: Schreibt keine Bewerbungsflyer! Es handelt sich dabei um einen Tipp aus Bewerbertrainings, die das Arbeitsamt bezahlt. Solche Flyer bestehen aus einem dreifach gefalteten, mit dem heimischen Bunt-Tintenstrahldrucker zweiseitig bedruckten A4-Blatt, auf dem in mikroskopisch kleiner Schrift Deckblatt, Anschreiben und Lebenslauf zu finden sind. Warum in aller Welt sollte das gut sein??

Der zweite Schritt für eine erfolgreiche Bewerbung

Das Kernstück einer jeden Bewerbung ist der Lebenslauf. Er gibt einen Überblick über den Werdegang des Bewerbers und ermöglicht es, seine bisherigen Aufgabengebiete und die zu Grunde liegende Ausbildung nachzuvollziehen. Außerdem gibt der Bewerber im Lebenslauf an, über welche speziellen Fähigkeiten er verfügt und wie stark diese bei ihm ausgeprägt sind. Sogar seine Persönlichkeit kann hieraus zumindest ein wenig abgelesen werden, beispielsweise durch besonderes Engagement außerhalb des Berufs. Im Folgenden wollen wir dir helfen, deinen Lebenslauf im Hinblick auf die Ansprüche eines „Personalerauges“ aufzubereiten.